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Revisoren gehen "in die Luft". Automation im Prüfprozess des Elektronikwerk Wien der Siemens AG Österreich mittels Datenfunk schafft mehr Effizienz.

Mit einer Vorlaufzeit von 6 Monaten wurde kürzlich von DATAPHONE ein innovatives Projekt zur Unterstützung der Online-Fertigungsüberprüfung im Elektronikwerk Wien der Siemens AG Österreich fertiggestellt. Die damit entstandenen Einsparungen beim Erfassungs- und Prüfaufwand, bei gleichzeitiger Erhöhung der Transparenz im Prozeß können sich sehen lassen. Bislang wurden Produktionsdaten (Konfigurationsbeschreibung eines Gerätes) auf fixen Montageplätzen online mit einem PC erfaßt. Die Produktionsdaten bei mobilen Montageplätzen wurden mittels Papier erfaßt, und mußten anschließend am PC eingegeben werden.simens1

In den Siemens-Hallen wurde nun ein 2,4 GHz Breitband-Datenfunknetzwerk aufgesetzt, welches die Integration von mobilen Barcode-Leseterminals mit einem Datendurchsatz von 11 Mbps zuläßt. Mitarbeiter, die an mobilen Arbeitsplätzen die Qualität sichern, die fliegenden Revisoren, verwenden das mobile Terminal zur Online-Eingabe der Prüfergebnisse in das Qualitätsmanagment.

Auch der Gerätemonteur wird bei seiner Tätigkeit durch die mobilen Terminals unterstützt. Er prüft während der Montage ob die Baugruppe in das aktuelle Gerät eingebaut werden darf. Die Rückmeldung erfolgt unmittelbar online am Funkterminal. Damit ist nicht nur eine erhöhte Prozess- und Produktsicherheit gegeben, sondern auch eine protokollierte Produktion und Qualitätssicherung.

Nach Fertigstellung der ersten Arbeitsstufe wird bereits an einer weiteren Innovation gearbeitet. Wurden die Baugruppen bisher mit herkömmlichen, linearen Strichcodes ausgezeichnet, so sind bereits Testläufe mit dem neuen 2-dimensionalen Datamatrix-Code in Betrieb. Die Vorteile der 2D-Technologie Datamatrix liegen ganz klar in der geringen Größe dieses Strichcodes. Bis zu 50-100x mehr Daten können auf der gleichen Fläche eines herkömmlichen Strichcodes untergebracht werden.

Bei der Siemens AG Österreich können damit elektronische Komponenten, welche vorher wegen Ihrer geringen Größe nicht beschriftet werden konnten, mit einen Einzelexemplarident versehen werden. Ferner können die Teile dann auch direkt (mittels Laser oder Inkjet-Verfahren) gekennzeichnet werden. Somit entfällt der Bedarf eines Etikettes, und die Problematik der Ablösung. Mit dem Einsatz dieser innovativen Technologie beweist die Siemens AG Österreich einmal mehr ihre Position als führendes Technologieunternehmen in Österreich.simens2

Der Projektleiter Ing. Erwin Aigner vom Elektronikwerk Wien meint: "Mit Einführung der mobilen Barcodeleser konnten wir nicht nur eine rationellere Dateneingabe erreichen, sondern wir können in Bedarf durch die schnellere Verfügbarkeit der Daten auf Abweichungen rascher und effizienter reagieren. Durch die von Anfang an hohe Verfügbarkeit der mobilen Terminals im Funknetz, war die Akzeptanz der Anwender sehr hoch, was sich natürlich auch auf die Qualität der Daten sehr positiv auswirkt."

Das Systemhaus DATAPHONE hat die Siemens AG Österreich bei der Evaluierung der entsprechenden Technologien und Endgeräte unterstützt sowie die technischen Arbeiten wie beispielsweise die Funkausmessung übernommen und die Inbetriebnahme des Systems durchgeführt. Neben der Schulung von Siemens-Mitarbeitern wird auch der After-Sales-Support von DATAPHONE erledigt, um einen laufenden einwandfreien Betrieb des Systems zu gewährleisten.simens3

Ing. Aigner sagt dazu: "Für uns ist es wichtig solche Systeme mit einen Systemhaus zu realisieren, das nicht nur die Produkte verkaufen sondern auch den Support erledigen kann."